Kontaktloses Bezahlen: Deutschland verliert Berührungsängste

05.10.2017

„Was speziell im Norden und vielen anderen europäischen Ländern bereits alltäglich ist, wird nun endlich auch in Deutschland gelebte Realität – das kontaktlose Bezahlen mit mobilen Endgeräten. Grund hierfür ist die wachsende Verbreitung kompatibler Terminals, wie zum Beispiel bei den Lebensmitteldiscountern, kontaktloser Kredit- und Debitkarten und auch entsprechender Handylösungen, wie aktuell der Marktstart der Postbank-App. Mit ihr können Kunden des Finanzinstituts seit kurzem weltweit an allen Kontaktlos-Terminals bezahlen“, erklärt Ralf Ohlhausen, Business Development Director der PPRO Group. Und weiter: „Solche Initiativen von Bankenseite machen Sinn, weil die meisten Bundesbürger ihr Geld bei einer oder vielleicht zwei Banken verwalten. Wenn jetzt aber jedes größere Handelsunternehmen seine eigene Bezahl-App auf den Markt bringt, wird das die Akzeptanz eher verringern und im Chaos enden. Kunden brauchen Lösungen, die ihnen die Freiheit geben, mit einer zentralen App überall dort zu bezahlen wo sie es wollen. Von daher ist die Initiative der Postbank schon vielversprechend, aber es könnte am Mehrwert mangeln. Noch ist nämlich nicht ersichtlich, warum ihre Kunden lieber das Handy statt der Karte zücken sollten. Mein momentaner Favorit ist die Payback-App, da sie im Vergleich zu allen anderen Lösungen den Kunden einen echten Mehrwert bietet: nämlich Rabattpunkte, die gesammelt und beim nächsten Einkauf eingesetzt werden können. Leider unterstützen noch nicht sehr viele der an Payback teilnehmenden Firmen neben dem Punkte sammeln auch das Bezahlen mit der App. Ich hoffe jetzt, dass das lange Warten auf Apple Pay und Android Pay in Deutschland bald ein Ende hat, denn das könnte das mobile Bezahlen auch hierzulande zum Durchbruch verhelfen und den Druck auf die anderen Anbieter spürbar erhöhen.“

 

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