Studie zum Supermarkt der Zukunft

15.02.2018

80 Prozent der Bundesbürger möchten auch künftig von Menschen bedient werden / Apps und smarte Plattformen machen die Ladenfläche zur Einkaufswelt 4.0

Gut zwei Drittel der Deutschen können es sich trotz Lieferdiensten und Online-Angeboten überhaupt nicht vorstellen, in der Zukunft auf den Gang durch die Regale im Supermarkt um die Ecke zu verzichten. Ihnen kommt es dabei vor allem auf die persönliche Beratung an. „Geister-Supermärkte“ ohne Personal lehnen daher drei von vier Bundesbürgern entschieden ab. Das sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie „Retail-Radar 2018“. Das auf Klang- und Kommunikationskonzepte spezialisierte Start-up Responsive Acoustics (ReAct) hat dafür im Vorfeld der Branchenmesse EuroCIS gut 1.000 Bundesbürger befragt.

„Wie unsere Studie weiter zeigt, ist der Wunsch nach persönlicher Beratung im Supermarkt keine Altersfrage“, sagt ReAct-Gründer Wilbert Hirsch. „Denn auch in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen lehnen mehr als 70 Prozent der Befragten einen Supermarkt ohne Personal ab.“ Interessant: Auch zwei Drittel der Studienteilnehmer, die sich selbst als „Pflichtkäufer“ bezeichnen und für die das Thema Einkaufen eher Frust statt Lust bedeutet, wissen eine persönliche Beratung zu schätzen.

Das eindeutige Votum gegen „Geister-Supermärkte“ gründet dabei nicht auf einer generellen Technikfeindlichkeit. Im Gegenteil: Rund die Hälfte der Befragten zeigt sich laut der ReAct-Studie für Neuerungen wie etwa kassenloses Einkaufen oder die Navigation durch den Supermarkt per Smartphone offen. „Dagegen wirkt die Welt vieler Supermärkte mit ihren dröhnenden Lautsprecherdurchsagen wie aus einer anderen Zeit“, so Retail-Experte Hirsch. „Hinzu kommt, dass diese Form der Kommunikation ineffektiv ist, häufig nicht den richtigen Ansprechpartner erreicht und zudem für unnötige oder zu lange Wege sorgt.“

Dass auch eine Ladenfläche smart werden kann, ist bereits in mehr als 100 Supermärkten sowie Bau- und Gartencentern in ganz Deutschland zu beobachten, die auf Kommunikationslösungen von ReAct setzen. So ermöglicht beispielsweise die App „ReAct Communicator“ ein plattformübergreifend effektives und stressresistentes Instant Messaging zwischen Mitarbeitern und Mitarbeiter-Gruppen über Endgeräte wie Smart-Watches, Tablets und Mobiltelefone. Zudem erlaubt die Technologie auch das Versenden individueller oder vorkonfigurierter Textbausteine und Audio-Nachrichten. Die Empfänger geben Feedback per Knopfdruck. Ist der Mitarbeiter gerade im Kundengespräch, bleibt die Nachricht erhalten, es sei denn, ein Kollege hat sich bereits darum gekümmert.

„Auf der diesjährigen EuroCIS präsentieren wir als erster Anbieter eine cloudbasierte Call to Action Plattform für den Einzelhandel“, kündigt ReAct-Gründer Hirsch an. Neben IoT-Schnittstellen zur Integration von Einzelhandels-Peripherie wie etwa Leergutautomaten oder Kühltruhen in den Kommunikationskreislauf, werden dazu schon bald auch ein automatisiertes Aufgaben-Management per Web-Kalender-Steuerung sowie eine filialübergreifende Kommunikation gehören. Wilbert Hirsch: „Es ist Zeit, für mehr Effizienz und Kundenservice auf der Fläche zu sorgen und den Einzelhandel damit fit für die digitale Zukunft zu machen.“

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